Krüger NP pur – die Rest Camps im Norden …

In die Mitte

Vor vier Tagen haben wir Hazyview verlassen und sind nach 200 km durch den Park in Phalaborwa angekommen – unserer zweiten Station außerhalb des Krüger.

Über eine unserer übliche Route vom Phabeni Gate nach Skukuza und Tshokwane – mit obligatorischer Kaffeepause haben wir dem Süden „tschüss“ gesagt! Die Route führte uns durch die unglaublich tiereiche und jetzt sogar mit Blümchen überzogenen Savannenlandschaft rund um Satara – eines unserer Lieblingscamps im Krüger. Umso ernüchterter waren wir, als wir die H9 von Letaba zum Phalaborwa Gate fuhren – eine Stunde nichts als Mopane-Sträucher und Bäume. Was hatten wir uns dabei gedacht!! Wohl die Strecke verwechselt mit der zum Orpen Gate! Wir bereuten es schon bitter, nicht das Rest Camp Letaba gebucht zu haben! Dann die Krönung, kurz vorm Gate Radarkontrolle. Wir wissen nicht genau, ob sie uns erwischt haben! Die Stimmung war schon mal besser!

Mahudzi Guesthouse

Allerdings wurden wir wieder besänftigt, als wir unsere Unterkunft für die nächsten 4 Nächte in Augenschein genommen hatten. Das sehr neue und toll eingerichtete Mahudzi Guesthouse in Phalaborwa. Wir erwischten das größte Zimmer – top modern und sehr schön eingerichtet. Eines von vier Zimmern in dem sehr geschmackvollen Haus mit großzügigem Lounge- und Frühstücksbereich, Grill-Lapa und kleinem Pool! Echt klasse! Einziges Manko – es liegt nicht weit von der Hauptstraße entfernt! Aber nachts ist es auch dort ruhig – also kein Problem!

Bushveld Terrace

Und das nette Restaurant der Bushveld Terrace Hotels direkt vorm Phalaborwa Gate – keine 5 Minuten vom Guesthouse entfernt, ist eine gute Adresse fürs abendliche Dinner!

Das halten wir mal 3 Tage gerade so aus! 😉

 

Rest Camps Krüger NP

Ab Morgen verschwinden wir für 14 Tage „aus dem Internet“ –  wir fahren in die Rest Camps Punda Maria, Shingwedzi und Satara!

Fotos gibt es auch erst später – wir haben einfach zu wenig Zeit!! ;-). Bis dahin, einfach mal unsere Seite auf Facebook anklicken!

Mahudzi Guesthouse

Bushveld Terrace

Drakensberge – auf der Suche nach dem Kurzohrrüsselspringer

Drakensberge/Blyde River Canyon

Die Drakensberge mit dem imposanten Blyde River Canyon sind von Hazyview in 40 Minuten zu erreichen. Das letzte Stück der mit vielen Potholes (Schlaglöchern) übersäten Straße windet sich hoch nach Graskop (fast 1.500 m). Hier ist es angenehm, wenn die Temperaturen im Krüger auf 35 Grad steigen. Wir nutzten einen der ersten wirklich schönen Tage für einen Ausflug dorthin.

„Potluck Boskombuis“ und Fann Falls

Erster Abstecher von der Panoramastraße circa 20 Minuten von Graskop entfernt: „Potluck Boskombuis“. Über eine private Staubstraße erreicht man das urige „Buschrestaurant“ idyllisch direkt am Treur River eingebettet in eine imposante Felskulisse! Tipp unseres Sohnes – einfach klasse! Serviert wird „afrikanische Küche“ wie Bobotie, Wild-Kepab, Boerewors mit Pap uvm., gekocht auf offenen Kochstellen von „stattlichen schwarzen Ladies“! Auch die Toilette ist sehenswert … 😉

Eine einstündige (einfache Strecke, leicht) Wanderung durch die wunderschöne Kulisse entlang des Treur endet bei den Fann Falls! Die holten wir bei einem zweiten Besuch einige Tage später nach, denn unser Ziel waren die Three Rondavels. Das Wetter war perfekt – blauer Himmel mit leichten Schäfchenwolken! Tolle Aussicht auf die Rondavels, ins Lowveld und auf den Stausee im Canyon.

Kurzohrrüsselspringer (Elephant Shrew) gesucht!

Und ganz wichtig: wir wollten endlich einen Kurzohrrüsselspringer finden! Die niedlichen Tierchen sehen aus wie kleine Mäuse mit einer spitzen Nase. Sowohl Uwes Schwester als auch unser Sohn meinten, die würden doch dauernd an den Viewpoints herumspringen! Um es kurz zu machen – trotz intensiver Suche haben wir mal wieder versagt!!! Kein Rüsselspringer weit und breit!

Krüger NP Süd – Löwen, Leoparden, Nashörner satt!

Game Drives im Krüger

53 Breitmaulnashörner, 50 Löwen, 9 Leoparden, 2 Wildhundrudel, viele Hyänen, große Elefanten-, Büffel-, Giraffen, Zebraherden, ganz schweigen von den Antilopen wie Impala, Kudus, Wasserböcken uvm. – das ist die Bilanz unserer ersten gut 3 Wochen und rund 5.500 km im Park!

Der südlichen Teil des Krüger Parks hat uns verwöhnt! Sogar die hier seltenen Nyalas ließen sich blicken, nur nach Geparden haben wir bisher vergeblich Ausschau gehalten! Auch landschaftlich ist es wunderschön und abwechslungsreich! Wir lieben das Grün dieser Jahreszeit!

Einziges Manko – dieser Teil des Parks ist auch am stärksten frequentiert und dementsprechend ist man bei interessanten Sightings nie lange alleine.

Im Norden wird das anders – weniger Tiere, weniger Augen, aber der „Löwe ist dann unser“, wenn wir ihn entdecken!!

Los geht´s

Los geht´s

Los geht´s

Unsere selbst gesetzte „Erholungszeit“ von 14 Tagen nach all den stressigen Wochen vor Abflug nähert sich dem Ende! Mit viel neuer Energie freuen wir uns darauf, uns jetzt auf unsere Foto- und Videoprojekte zu konzentrieren. Das eine oder andere „Spielzeug“, wie unsere neue Action-Cam mit Gimbal (Stabilisator), haben wir natürlich schon angetestet und sind begeistert! Gibt interessante neue Perspektiven. Und natürlich wollen wir im Blog möglichst aktuell über unsere Aktivitäten berichten. Gelingt uns bestimmt nicht immer, da manchmal der Webzugang fehlt oder wir einfach nach den Tagesaktivitäten zu müde sind!

Kurzer Rückblick!

Pirschfahrten

Fast jeden Tag waren wir im Krüger Park unterwegs und hatten schon tolle Tiersichtung:
9 Leoparden, 28 Löwen, 40 Breitmaulnashörner, 17 Hyänen, Wildhunde … an 4 Tagen die Big 5 (Löwe, Leopard, Nashorn, Elefant und Büffel) … große Elefanten- und Büffelherden uvm.!

Besonders die letzten Safari-Tage waren der Hammer! Endlich mehr Sonne und gutes Licht nach dem doch sehr unbeständigen Wetter mit viel Bewölkung und ab und zu Regenschauern!

Allerdings wird es nun auch heißer – 35 Grad sind vorausgesagt! Das heißt früh aufstehen, denn auch die Tiere suchen früh den Schatten – Löwe liegt faul im Gebüsch oder Leopard hängt in schattigen Bäumen! Bei der üppig grünen Vegetation in der jetzigen Jahreszeit sind sie dann schwer zu entdecken. Außerdem hoffen wir ja auf „Action“!

Darauf haben wir bessere Chancen, wenn wir ab 16. März in den Camps Punda Maria, Shingwedzi und Satara übernachten werden. Löwen etc. lieben die Straße, trotten sich aber meist schnell in den Busch, wenn die ersten Fahrzeuge anrollen. Deshalb hat man die besten Chancen, wenn man früh auf der Piste ist!

Jetzt müssen wir jeden Morgen erst das gleiche Eintrittsprocedere am Gate durchlaufen, bevor wir losstarten können. Und natürlich sind wir nicht alleine! Besonders am Phabeni Gate fahren jeden Tag viele Safari-Fahrzeuge für Tagestouren in den Park.

Einen Vorteil hat man hier im Süden – viele Augen sehen mehr! Die meisten Tiere – zumindest in der jetzigen Jahreszeit – werden entdeckt, wenn sie über die Straße laufen oder sich nicht weit von der Straße bewegen. Dann kann man sie verfolgen und weiß, wo sie sich niedergelassen haben. Reißt die „Kette“ der Fahrzeuge nicht ab, hat man gute Chancen, besonders Löwe und Leopard auch weiter im Busch oder auf Bäumen zu sehen.

Unser Unterkunft Holiday Flat Stormvoel

Die nette 2-Zimmer Ferienwohnung im Haus von Hans und Mpumi Diem in einer ruhigen Wohngegend von Hazyview ist perfekt für uns! Geschützt von einer Mauer mit Starkstrom (das ist hier so üblich) wohnen wir ebenerdig (gut zum Ein- und Ausladen unserer Fotoausrüstung) mit kleiner Terrasse und Blick in den gepflegten Garten.

Der Schweizer Hans und seine südafrikanische Frau Mpumi sind sehr nette und hilfsbereite Gastgeber und haben uns sogar schon mit einem sehr leckeren afrikanischen Dinner bewirtet. Außerdem versorgt uns Hans mit interessanten Einblicken und Gepflogenheiten in das Leben in Südafrika. Finden wir sehr hilfreich und spannend.

Hazyview

Ist ein perfekter Standort, wenn man außerhalb des Krüger NP übernachten möchte. In zwei großen Einkaufszentren kann man sich mit allem versorgen von der Apotheke über Waschanlage bis hin zu bestens sortierten Supermärkten gibt es hier alles. Restaurants in jeder Preisklasse sorgen dafür, dass man auch ohne Kochen oder Grillen nicht verhungert!

Unser Lieblingsplatz ist das urige „G´s Bistro and Bar“ nicht weit von unserer Ferienwohnung  – Sitzplätze Open air, 300 g Filetsteaks für knapp 10 €, riesige Burger für 6 €, Cocktails für 3,50 € … – da kann man nicht meckern!

Natürlich gibt es noch mehr viel mehr zu berichten wie z. B. Einkaufserlebnis bei Vodacom – Kauf einer Prepaidkarte fürs Handy + Datenvolumen (eine Story für sich!), Reifencheck, Eintrittsprocedere Krüger Park – immer wieder anders oder unser 1. Ausflug in die Drakensberge! Davon demnächst mehr!

Noch beim Erholen ..

Noch beim Erholen ..

Noch beim Erholen …

Seit gut einer Woche sind wir nun in Südafrika und erholen uns langsam von den sehr anstrengenden letzten Wochen. Auf Pirschfahrten im Krüger Nationalpark die Natur zu genießen, ist für uns Entspannung pur! Zwei Wochen einfach nur relaxt genießen, das haben wir uns vorgenommen. Aber wer kann schon den Foto in der Tasche lassen, wenn ein Leopard im Baum hängt oder die Abendsonne die Savanne in goldenes Licht taucht!

Das passierte bisher allerdings nicht so oft, denn das Wetter hat noch Potential nach oben. Bisher gab es nur einen „perfekten Foto-Tag“.  Ansonsten bedeckt, mal ein Regenschauer – eben hazy! 😉 Aber das stört uns im Moment wenig. Wir genießen die Wärme und für die nächsten Tage ist Besserung in Aussicht.

Kurze Rückschau:

Flug nach Johannesburg

Der Flieger von Qartar Airways hob tatsächlich mit uns und unseren fast 60 kg Gepäck (wenig Kleidung, viel Fotoausrüstung!) am 15. Februar in Frankfurt gen Johannesburg mit Zwischenstopp in Doha ab. Quatar Airways gefiel uns gut – netter Service, Sitze zwar eng, aber Beinfreiheit ok; nur nachts wurde es teilweise sehr kühl im Flieger!

Einreise/Bargeld

Dass unser Rückflug erst in vier Monaten aus Windhuk (Touristenvisum in Südafrika gilt nur für drei) stattfinden sollte, interessierte bei der Einreise nicht. Bargeld konnten wir problemlos an den Geldautomaten auf der oberen Ebene des Ankunftshalle ziehen. Bis dahin alles nach Plan!

Mietwagen

Dann lief es nicht mehr nach Plan!!

Gemäß unseres Dertour-Vouchers marschierten wir zum Schalter von Tempest Car Hire (alles zigmal abgeklärt wegen Nachtfahrten, langer Mietdauer etc.) mit dem Ergebnis, dass wir uns dann bei der inzwischen langen Schlange bei Europcar anstellen mussten! Und der letzte „Duster“ – unserer Wunschauto wegen unseres vielen Gepäcks und dem hohen Radstand – ging an die Damen vor uns in der Reihe weg.
Wir mussten uns mit einem zwar neuen, aber mit viel weniger Gepäckraum ausgestatteten Ford Eco Sport zufrieden geben. Die Krönung –  der Servicemitarbeiter erklärte uns, dass unsere Agentur bei Buchung hätte angeben können, dass für uns das Wunschmodell gehalten wird, sofern eines verfügbar ist! Wir waren am Kochen!!!

Anreise nach Hazyview

Vor lauter Ärger übersahen wir, dass auf dem Voucher ein falsches Abgabedatum stand. Also nach 40 Minuten auf der Autobahn Richtung Krüger Park wieder zurück. Dreimal zum Flughafen verfahren, aber nach 10 Minuten war klar, dass die Mietwagen-Buchung für 3 Monate gilt. Neuer Anlauf auf die Autobahn gen Hazyview!

Versuchte Abzocke an der Autobahn

Bei Machadodorp oder eNtokozweni, wie es jetzt heißt (wir gewöhnen uns nur schwer an die sehr ähnlichen neuen Namen) teilt sich die N4. Kurz nach der Abfahrt Polizeikontrolle. Angeblich hätte Uwe den Blinker nicht gesetzt – schlappe 750 Rand sollte es kosten! Entweder bar zahlen oder auf Polizeistation 34 km zurück! Als der Polizist erkannte, dass wir notfalls zurückfahren würden, winkte er uns weiter. Uff! Später erfuhren wir, dass der Polizist wohl mit einem Gegenangebot von uns gerechnet hat. Alles illegal!

Ohne weitere Zwischenfälle erreichten wir so gegen 19:30 Uhr in der Dunkelheit ziemlich ko unsere Ferienwohnung in Hazyview! Der Empfang durch unseren sympathischen Vermieter Hans aus der Schweiz und die nette, geräumige Wohnung, versöhnten uns mit dem etwas holprigen Beginn unserer Reise!