Ausflug nach Mae Rim

Auch der Feiertag Khao Phanso im Juli, der die buddhistische Fastenzeit einläutet, hielt uns nicht davon ab, das immer noch tolle „Übergangswetter zur Regenzeit“ für einen Ausflug in die herrliche Umgebung nach Mae Rim nutzen. Mae Rim liegt circa 30 Minuten nördlich der Altstadt Chiang Mais und ist an den Wochenenden ein beliebtes Ausflugsziel. Entlang der 1096, die von Mae Rim westlich in die Berge führt, liegen viele Touristenattraktionen, Resorts, Restaurants etc, aber sie bietet auch Zugang zum Doi Suthep Nationalpark wie zum Beispiel den Mae Sa Waterfalls.

Seit 1. Juli sind viele Nationalparks in Thailand wieder geöffnet, darunter auch der Doi Suthep NP. Vorsorglich hatten wir uns per QueQ-App für den Besuch des Nationalparks angemeldet, da die Zahl der Besucher limitiert ist. So richtig interessiert hat das am Zugang zu den Mae Sa Waterfalls allerdings niemand.

Besuch im Maesa Elephant Camp in Mae Rim

Bisher hatte es uns in keines der vielen Elefanten-Camps rund um Chiang Mai gezogen. Wir sehen die Tiere grundsätzlich auch lieber in freier Wildbahn, sind aber deshalb nicht per se gegen Zoos und Tierparks. So lange die Tiere ordentlich behandelt werden, haben diese Einrichtungen unserer Meinung nach eine wichtige Funktion: nämlich vielen Menschen die Tiere nahe zu bringen und ein Bewusstsein für deren Schutzwürdigkeit zu vermitteln. Wenn ich einen Elefanten mit eigenen Augen gesehen oder sogar gestreichelt habe, ist es mir vielleicht nicht egal, ob sie bald von unserem Planeten verschwinden werden!

Der freie Eintritt lockte uns in das schon lange etablierte Maesa Elefanten-Camp, das im Moment einen völligen Imagewandel vollzieht. Auf der Website ist zu lesen, dass die Tochter des Gründers auf Ketten, Shows und Elefantenreiten in Zukunft verzichtet und die Besucher die Elefanten in einer natürlicheren Umgebung erleben können. Schon früher wurde ein Care Center etabliert, quasi ein Alterssitz für die Elefanten in Rente, indem die Tiere sich frei bewegen können!

Wir waren früh da und so hielt sich der Andrang trotz Feiertag noch in Grenzen. Statt Eintritt kann man für 100 THB einen Futterkorb kaufen und die Elefanten füttern! Das macht sehr viel Spaß und es blieb nicht bei einem Korb! 😉 Besonders putzig sind natürlich die Elefanten-Babys. Die fressen bevorzugt Bananen und Süßkartoffeln, die Zuckerrohrstücke sind eher etwas für die Erwachsenen.

Wir hatten nicht den Eindruck, dass die Tiere hier leiden müssen!

Mae Sa Wasserfall

Ordentlich hatten wir uns per QueQ-App am Vortag für den Doi Suthep – Pui National Park, Zugang zwischen 8:00 und 14:00 registriert. Am Eingang wurde zwar Fieber gemessen, aber nach der Registrierung wurden wir nicht gefragt. Eintritt für 2 Erwachsene + Auto (Foreigner) THB 230.
Trotz Feiertag standen gegen 10 Uhr erst wenige Autos auf dem Parkplatz . Wir hatten mit viel Trubel gerechnet, aber um diese Zeit waren nur wenige Leute auf dem 1,5 km langen Pfad entlang der 10 Kaskaden unterwegs. Baden war verboten, das hielt wohl viele Einheimische vom Besuch ab – dachten wir! Am Eingang erstanden wir einen Beutel Fischfutter, trugen den aber genauso voll wieder zurück! Kamen unterwegs gar nicht auf die Idee, Fische zu füttern! Waren da welche??

Ohne viel Rummel hat uns der leicht ansteigende, gut ausgebaute Weg durch schattigen Wald mit 10 markierten Abstechern zu mehr oder weniger hohen Wasserfällen (Kaskaden) gut gefallen. Das bräunliche Wasser in den Ponds, hätte uns allerdings auch nicht zum Baden gereizt, wenn es erlaubt gewesen wäre! Bei unserer Rückkehr hatte sich der Hauptparkplatz inzwischen doch gut gefüllt. Die Imbissbuden und Verkaufsstände, die hier auch nicht fehlen dürfen, warteten schon auf Kundschaft. Verdursten oder verhungern muss man hier also nicht. Wir begnügten uns mit einer Cola, so ganz begeistert uns das Essen an solchen Buden immer noch nicht.
Beim Rausfahren gegen 12:30 Uhr waren wir dann doch überrascht, dass tatsächlich der Zugang abgeriegelt war – die erlaubten 100 Personen waren erreicht. Ok, dann macht die Online-Registrierung doch Sinn!

 

Letzte Station – idyllischer Tad Mork Wasserfall

Ein Stück zurück auf der 1096 bogen wir dann nördlich auf die 4043 ab, die sich direkt am Rand des Nationalparks entlang schlängelt. Unser Ziel, der knapp 12 km entfernte Tad Mork Wasserfall. Bei unserem ersten Besuch in der Gegend 2018 hatten wir ihn ausgelassen und waren jetzt neugierig. Nach dem obligatorischen Fiebermessen folgten wir der etwas holprigen Zufahrt zum Parkplatz. Zu unserer Überraschung waren wir hier zunächst ganz alleine. Nach einem kurzen Spaziergang, erreichten wir den sehenswerten Wasserfall! Sehr idyllisch im Wald gelegen und die große Felsplatte, die davor aufragt, eignet sich bestens als Instagram-Fotospot. Was die Familie und zwei Girls, die später noch dazukamen, eifrig nutzten.

Obwohl inzwischen ein paar Wolken aufgezogen waren und sich die Sonne nur noch sporadisch blicken ließ, nutzte Uwe noch die Gelegenheit, die Drohne starten zu lassen. Wasserfälle machen sich immer gut, nur muss man aufpassen, dass die Drohne nicht in den umgebenden Bäumen landet!

Ohne viel Trubel ist der Wasserfall ein sehr schöner Ausflugsspot!

Rückweg mit gigantischer Aussicht in Mon Jam

Google zeigt uns als kürzesten Weg nach Hause die Bergstrecke über Mon Jam an!
Welche Überraschung für uns! Mon Jam ist eine über Bergkämme verteilte bäuerliche Siedlung, bekannt für organisch angebaute Produkte und vor allem für die spektakulären Ausblicke!
Als wir der Strecke ein Stück bergauf gefolgt waren, dämmerte uns, dass wir die Route 2018 schon einmal gefahren waren. Allerdings hatten wir sie nicht als spektakulär in Erinnerung. Das Wetter war nicht sonderlich gut gewesen und von toller Aussicht konnte keine Rede sein. Die über die Bergkämme verteilten Zelt-Resorts machten auf uns damals auch keinen sonderlich einladenden Eindruck! Dazu kam noch, dass wir im Januar mit Freunden von der anderen Seite zum Viewpoint hochgefahren waren, aber bei diesigem Wetter nur etwas von toller Aussicht ahnen konnten.
Umso überraschter waren wir über die fantastischen Ausblicke, die sich jetzt hinter jeder Kurve zeigten! Obwohl wir etwas unter Zeitdruck standen, konnten wir nicht umhin, mehrmals anzuhalten. Unglaublich Sicht zu den weiter entfernten Bergketten, eingebettet in die bepflanzten Terrassen der Berghänge. Wir konnten uns kaum satt sehen!

Weniger schön: Entlang der schmalen Straße reihen sich mittlerweile unzählige kleine Resorts mit auf Plattformen errichteten Zelten oder Hütten. Diese haben zwar eine spektakuläre Aussicht, aber es sind inzwischen einfach zu viele – die Bergkämme sind zugepflastert. Dazu passend lasen wir später eine Meldung im „Farang“, dass die Behörden mit dem Abriss von 149 Gebäuden begonnen hätten, die illegal auf staatlichem Land errichtet wurden. Angeblich meist von auswärtigen Investoren!

Die Schattenseite eines boomenden Tourismus vor Covid-19!

 

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Moo Baan Wang Tan

Maesa Elephant Camp

Mae Sa Waterfalls

Tad Mork Waterfall

Mon Jam

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