Erste Stationen in Namibia – Keetmanshoop, Lüderitz und Sossusvlei

22. Mai 2018

Wir sitzen in unsere Lodge unter dem namibischen Sternenhimmel und genießen ein frisch gezapftes Hansa- Bier! Die Namib-Wüste ist unsere 3. Station in Namibia nach Keetmanshoop und Lüderitz!

Nach dem grandiosen Kgalagadi Park fiel uns des Abschied aus Südafrika schwer! Wir brauchten schon etwas Zeit, um uns gedanklich auf Namibia einzulassen – weniger Wildtiere mehr Landschaft! Aber schon der Sunset im schönen Köcherbaumwald, der leckere Kuchen im Coffee Shop und das „deutsche Abendessen“ im Schützenhaus in Keetmanshoop linderten unseren Abschiedsschmerz!

Lüderitz empfing uns zwar mit sintflutartigem Regen, aber hat sehr schnell einen Platz in unserem „Fotografenherz“ erobert. Die farbig angestrichenen Kolonialbauten, Sandstraßen, die Geisterstadt Kolmannskuppe und die wüstige Halbinsel mit Flamingos, Chance  auf Braune Hyänen und Díaz Kreuz, machen Lüderitz zu einem lohnenden Zwischenstopp! Leider waren bei uns die sonnigen Stunden gezählt! Die Halbinsel versank in dichten Nebel bei unserer Rundfahrt! Aber wenigstens einen halben Tag Kolmanskuppe und einige Stunden Sonne in Lüderitz selber, bekamen wir ab!

Auf dem Weg in die Namib konnten wir die Wildpferde bei Aus, wie auf dem Hinweg nur von Weitem sichten! Sehr schöne Fahrt durch den Namibrand und Tsaris/Naukluft Berge zur Namibia Naukluft Lodge / Soft Adventure Camp – unserem Ausgangspunkt für Sossusvlei eine Stunde Fahrt entfernt. Die Gravel Roads von gut bis sehr mies (10 km vor Namib Naukluft Lodge).

Das ausgelagerte Soft Adventure Camp mit Hütten halb gemauert, halb Canvas gefiel uns gut – besonders der Ausblick von unserer Hütte in die endlose Ebene zum Namibrand. Sogar AC mit Heizung gab es! Obwohl es hier viel wärmer wurde als erwartet. Die Naukluft Lodge selber ist viel teurer und der Service dort nicht besonders toll. Da fehlt die ordnende Hand! Keine Luxuslodge, wie der Preis implizieren könnte, aber bombastische Aussicht!

Eineinhalb Tage Fotosession im Sossusvlei, Dead Vlei etc.!! Leider kommt man von außen immer noch erst zum Sonnenaufgang rein. Vom NWR Campingplatz und Lodge darf man eine Stunde früher aufbrechen. Nicht verständlich! Denn der Run geht natürlich los, um möglichst schnell an die Dünen zu kommen (Grat zwischen hell und dunkel) und keiner hält sich an die vorgeschriebenen 60 km!
Gegen 9-10 Uhr ist im Dead Vlei die Hölle los! Allerdings kann man in das ebenso schöne Vlei nebenan gehen, in das sich kaum einer verirrt! Auch im Sossusvlei waren wir ab 14 Uhr alleine! Da es Tage zuvor auch geregnet hatte – im Dead Vlei stand noch etwas Wasser, waren die letzten Kilometer auch kein Problem für unseren X-Trail. Auch die Dünenbesteigung war wesentlich einfach, weil der Sand sehr fest war. Aber auf Big Daddy haben wir diesmal verzichtet! Zweimal im Leben reicht!

Die letzten Wochen in Südafrika

Mittwoch 16. Mai 2018

Schon wieder ist die Zeit verflogen, ohne dass ich dazu kam, im Blog etwas zu schreiben! Mal ein Kurzabriss unserer Route:

10 Minuten von Winterton entfernt gab es zu unserer Überraschung ein sehr nettes, kleines KNZ Game Reserve am Stausee Spioenkop – sogar mit White Rhinos!! Und kein Mensch da! Das besondere Erlebnis – man darf aussteigen!

Giants Castle in den Drakensbergen im Sonnenschein ist einfach nur grandios! Der weite Umweg auf unserer Fahrt an die Küste hat sich gelohnt! Leider hatten wir keine Zeit für eine Wanderung! Unser Ziel Port Shepstone, um die Oribi Gorge zu besuchen. Dort wurden wir von einem Wandbild des Michelstädter Rathauses in unserem Zimmer mit Meerblick überrascht – der Guesthouse-Besitzer Stephan stammt aus dem Odenwald!

Der Tag in der Oribi Gorge war leider wolkig und regnerisch – schade für die schöne Schlucht! Besuchten daher noch Lake Eland, ein privates Game Reserve mit allerhand Freizeitmöglichkeiten wie Ziplining – seeehr hoch!! Nix für uns!

Port St. Johns an der Wildcoast –  toller Ausblick auf die Flussmündung zwischen hohen Felswänden. Nette Strände, die man sich ab und zu mit Kühen teilen muss und ein kleines Städtchen, das schon einmal bessere Zeiten gesehen hat. Seeehr afrikanisch, obwohl man sich mit Säuberungskolonnen Mühe gibt. Baden im Moment nicht angeraten – Haie!
Überraschung: mitten auf unserem Lodgegelände starteten und landeten die Militärhubschrauber, die an der großen Übung auf den umliegenden Bergen teilnahmen! Die Piloten wohnten in der Lodge und 10 m von unserer Terrasse entfernt, parkten die Hubschrauber! In Deutschland undenkbar!

Zurück in St. Lucia, verbrachten wir einen relaxten Badetag am Cape Vidal mit Game Drive!

Großes Maiwochenende in Hazyview – wir hatten uns wieder im Shingalana Guesthouse bei Adele eingemietet – home away from home!
Gut, dass wir uns vorab Permits für den Parkeinlass im Kruger NP besorgt hatten – morgens wartete eine 750 m lange Autoschlange auf Einlass! Chaos pur – aber mit Preit durfte an vor. Richtig Spaß gemacht haben die Game Drives dann nicht – einfach zum viel los!

Dafür aber umso mehr, als wir noch ein paar Tage in Berg-en-dal, Olifants und Satara verbrachten! Tolle Tiersichtungen und die Landschaft hatte sich schon deutlich verändert – es ist Herbst! Da kam wieder richtiges „Krüger-Feeling“ auf!! Zwischendurch Autotausch in Berg-en-dal, weil unser Ford EcoSport gewartet werden musste! Für ein paar Tage Umstieg auf einen Hyundai Tucson.

Dann zum Autotausch nach Johannesburg mit einer Zwischenübernachtung in der schönen President Lodge. Zum Restaurant in 300 m Entfernung nur mit Auto!!!
Der Autotausch klappte relativ problemlos und mit unserem relativ neuen X-Trail 4x4 konnte es auf die lange Fahrt zum Kgalagadi Transfrontier Park mit Zwischenstopp in Kuruman gehen – quer durchs Land! Unspektakuläre Fahrt durchs Veld – Mais und Sonnenblumenfeldgr! Unerwartet nette Unterkunft „The Hedge“ im Mienenstädtchen Kuruman, leider ging durch eine Umleitung der Hauptstraße, viel Verkehr vorbei! Abwehr die Nacht war ok!

Am nächsten Tag über Upington – gepflegteste Stadt in Südafrika, soweit wir das gesehen haben – in die Kgalagadi Lodge 5 Minuten zum Park. Sehr schöne Unterkunft mit View, die Besitzer könnten etwas freundlicher sein.

Leider „nur“ 3 volle Tage Kgalagadi Transfrontier Park!!! Die Raubkatzensichtungen waren super – Geparden mit Jungen und beim Jagen, Löwen mit Riss, endlich einen Caracal, Löffelhunde, Herden von Springböcken, Gamsböcken, sogar Giraffen! Wir wären so gerne länger geblieben, aber dann fiel uns ein, dass wir am 17. Mai Südafrika verlassen müssen! Achtung: Beschränkung 20 Fahrzeuge pro Tag von außen!! Also nicht Lodge außerhalb buchen und dann keinen Permit bekommen!!!

Nach einem weiteren fulminanten Game Drive Morgen im Kgalagadi Transfrontier Park!, Aufbruch nach Namibia!!! Wow, wow, wow – Rieseneule, Geparden, Schakale, Honigdachs und Löwen mit Kill innerhalb von nicht einmal 2 Stunden – und den Leoparden um Minuten verpasst!!! Dazu strahlend blauer Himmel, noch grüne Vegetation und angenehme Tagestemperaturen (nachts gen 0 Grad) … wer will da schon nach Namibia!!! Aber wir müssen, morgen läuft unser Visum für Südafrika ab!