Eine Woche im Easy Diving and Beach Resort

7. – 14. Februar 201

Erster Tag im Paradies (fast 😉 )

Die lange Anreise aus Manila ist schnell verkraftet. In der Nacht kommen wir ohne Klimaanlage aus! Trotz härterer Matratzen haben wir gut und lange geschlafen! Der Blick von unserer Terrasse in die Palmen und aufs Meer hat schon was!
Ab 7 Uhr gibt es Frühstück und als wir gegen 8:15 Uhr ins Restaurant kommen, herrscht schon reges Treiben! Sind Taucher Frühaufsteher!? Wir werden gleich mit Vornamen begrüßt – das ist hier so üblich und gibt einem das Gefühl, willkommen zu sein.
Das Frühstücksbuffet ist ok, leider gibt es nur Kaffeepulver, Cappuccino oder gebrühter Kaffe kosten extra. 
Europa lässt grüßen, fast alle Liegen am Strand sind schon besetzt!! Gefällt uns weniger, diese Unsitte! Aber wenn man ein Plätzchen haben möchte, bleibt einem nichts anderes übrig. Also holen wir unsere Handtücher und belegen die letzten 2 Liegen. 

1. Schnorchelgang endet schmerzhaft

Im Tauchshop decken wir uns mit  Taucherbrillen und Schnorcheln ein; leihen wird auf die Dauer auch nicht gerade billig (sofern der Preis pro Tag gilt, worüber wir uns hinterher nich mehr sicher sind)! Flossen leihen wir bei Bedarf dazu.
Zum Hausriff brauchen wir heute Morgen keine Flossen, sondern nur Badeschuhe! Wir laufen ein Stück, bevor es tief genug zum Schwimmen wird. Ein paar nette Fische und Korallen sind zu sehen! Kurz im tieferen Wasser, winkt Uwe „zurück“! Seine Arme brennen! Auch ich werde nicht ganz verschont. Uns erwischen irgendwelche Feuerquallen! Uwe schlimmer als mich –  quer über beide Arme! Lassen uns gleich in der Küche Essig geben – damit wird es schneller besser!! Vor Seeigeln hatte man uns gewarnt, vor Quallen nicht! 

Punta Ballo Beach

Wir erkunden den Strand, den sich zwei weitere kleine Resorts, einheimische Lokale und Privathäuser teilen! Einige freie Grundstück gibt es noch. Schon schön hier! Wer allerdings nur Baden möchte, ist vielleicht etwas enttäuscht. Es gibt am Strand nur kleine „Badebuchten“, die besonders bei Ebbe sehr flach werden. Das Riff schaut raus! Uns reicht das aber völlig aus! Zum „Puddeln“ genug und ansonsten gehen wir schnorcheln. Nachmittags wagen wir einen zweiten Versuch und diesmal haben wir mehr Glück! Wir sehen einige schöne Riff-Fische, nicht sensationell, aber ganz nett! So ab 17 Uhr kommen ein paar Sandfliegen – nicht schlimm, aber Mückenspray schützt davor. Generell bemerken wir nur wenig Mücken hier! Dafür „Monster-Geckos“, die größten, die wir je gesehen haben!

Sunset Viewing

Der Sunset gegen 18 Uhr ist leider heute nicht ganz so spektakulär wie gestern, weil die Wolken fehlen! Jetzt, wo wir die Kameras in der Hand haben! Aber wir haben ja noch einige Abende vor uns!

Das erste Abendessen

Das Open Air Restaurant bietet philippinische und europäische Gerichte á la carte den ganzen Tag! Nachmittags kann man sich noch für das Dinnermenü des Tages mit Auswahlmöglichkeiten für ca. 10 € oder einzelne Komponenten davon entscheiden. Diese wiederholen sich nach einer Woche. Wir bestellen das Menü und sind sehr positiv überrascht. Der Besitzer Christian ist Schweizer, ebenso wurden die Köche von Schweizern angelernt –  das merkt man. Die „Fusionsküche“ ist sehr lecker und mit einem günstigen Cocktail (mein Favorit: Mango Daiquiri) davor, eine runde Sache

Als kleine Schmankerl gibt es sogar diverse Würste aus der Schweizer Heimat mit lustigen Namen wie Schübling, Cervelat (nicht zu verwechseln mit der deutschen Cervelatwurst) oder Hungarian, auch als Currywurst-Variante zu haben … wen es mal nach Abwechslung zur asiatisch/philippinischen Küche dürstet. 

Philippinische Gerichte
Sehr viel von der original philippinischen Küche bekommen wir bei unserem einwöchigen Aufenthalt nicht mit, weil wir meist das Menu essen – Fusionsküche. Ich probiere Kilawin, die philippinische Ceviche-Variante – viel Fisch und Zwiebeln, ok. Auf der Karte sind u.a. zu finden:
Adobo – das philippinische Nationalgericht neben Lechon (Spanferkel), ein Fleisch-Essig-Eintopf oder Pansit – eine philippinische Nudelvariante.

Easy Dive and Beach Resort

Das Resort wird geleitet vom Schweizer Tauchlehrer Christian, der mit einer Philippino verheiratet ist und sich hier im Laufe der Jahre ein kleines „Imperium“ aufgebaut hat: Easy Dive Resort, mehrere Tauchstandorte, die Entwicklung der Easy View Residence, Aufzucht/Vogelstation etc.

Lage

Das Easy Diving and Beach Resort* liegt am schönen, ca. 700 m langen Punta Ballo Beach auf der Insel Negros. Das nächste Städtchen ist Sipalay, die nächst größeren Städte Bacolod und Damguete, beide ca. 3,5 Std. Fahrzeit entfernt.
Der Punta Ballo Beach ist, neben dem bekannten Sugar Beach, der zweite schöne Strand um Sipalay! Sugar Beach haben wir nicht besucht, können wir uns kein Urteil bilden, soll aber puderfeinen Sand haben und auch ansonsten traumhaft sein. Punta Ballo ist nicht an allen Stellen ganz feinsandig und vorgelagert ist das Korallenriff, was das Baden etwas einschränkt. Für uns kein Problem. Alles noch recht idyllisch hier. Wir fanden es traumhaft!

Anreise

Flug von Manila nach Bacolod und Transfer mit Van/Taxi (3-3:45 Std.) oder Bus (ca. 5 Std. Sipalay) oder Flug von Cebu City mit Air Juan nach Sipalay (nur bestimmte Tage) oder wer Zeit hat, die günstigeren Alternativen mit Fähren statt Flüge 

Anlage/Bungalows

Die Bungalowanlage zieht sich von der Mitte des Punta Ballo Beaches in der Natur eingebettet ca. 100 Stufen nach oben – also nichts für Leute mit Gehbehinderung! Die Bungalows selber haben unterschiedlichen Standard. Unser Komfort -Bungalow war nicht groß, aber nett eingerichtet, sauberes Bad mit Warmwasserdusche, Safe, Meer/Palmenblick, AC. Kein Luxus, aber solide Mittelklasse. Wir haben uns wohlgefühlt! Für den Internetzugang hat jedes Zimmer einen eigenen Router, der Empfang ist in den Bungalows meist schlechter als im Restaurant.

Am Strand gibt es ein Open Air-Restaurant, Rezeption, Tauchbasis, Massageplatz sowie einen Shop mit dem Nötigsten und für Tauch/Schnorchelausrüstung zum Leihen oder Kaufen. Leider zu wenig Liegen mit Strohschirmen, wenn das Resort ausgebucht ist. Um die „Reservieren-Unsitte“ kommt man nicht herum.
Das Personal – europäische Tauchlehrer und philippinische Angestellte sind sehr bemüht und nett. Die Rezeption ist gerne bei Transfers und der weiteren Reiseplanung behilflich und bucht auch Fähren, Flüge etc. Für Kreditkartenzahlung wird ein Aufpreis von 3% verlangt, gängig ist Barzahlung, auch mit EUR. Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut.

Ausflüge

An erster Stelle stehen natürlich die Tauchbootfahrten, an denen auch Schnorchler teilnehmen können. Längere Touren zu weiteren Inseln stehen auch auf dem Programm sowie Ausflüge mit Guide zu Land. Kajak fahren und Stand-Up Paddeln auch möglich – siehe Website.

Schnorcheln

Wir haben nur die Bootstour „Toskana Riff“ mitgemacht – das man, wie wir später feststellten, leicht vom Strand aus erreichen kann. Ein weiteres Riff, das uns Taucher empfohlen hatten, stand leider nicht mehr auf der Liste, sodass wir nur vom Strand aus schnorcheln waren. Direkt vor dem Resort – ok, am Toskana Riff schönere Korallen und größere Vielfalt Riff-Fische. Schwimmend oder paddelnd kann man hier unsere „kleine Traumbucht“ um die Ecke erreichen. Einen Treppenzugang gibt es zwar auch – aber „no trespassing“!

Essen

Wir fanden die schweizerisch angehauchte Küche gut und bei einer Woche Aufenthalt störte es uns nicht, dass sich das Menu wöchentlich wiederholt, mehr Auswahl gibt es à la carte. Preis/Leistungsverhältnis ist auch völlig in Ordnung – (3 Gänge-Menu 10 €). Dinner abends im Restaurant direkt am Strand  – immer wieder schön!

Wetter/Wasser

Anfang Februar hatten wir ein paar vereinzelte Regentropfen – einmal! Ansonsten war es morgens fast immer sonnig und um die Mittagszeit begannen Wolken von de Hügeln über die südliche Hälfte des Punta Ballo Beaches zu ziehen – unser Schnorchelgebiet! Ein, zwei Tage war die Bewölkung stärker. Temperaturen um die 30° Grad, Wassertemperatur 26° Grad

Fazit

Obwohl das Resort in erster Linie von Tauchern gebucht wird, ist es auch für einen netten Strandurlaub mit Schnorcheln und diversen anderen Aktivitäten geeignet. An einem Ort, den der Massentourismus noch nicht erreicht hat! Das Publikum kommt vorwiegend aus dem deutschsprachigen Raum, das Resort wird aber auch von Philippinos aufgesucht. Das Hausriff ist ganz nett, das Toskana Riff um die Ecke schöner. Die weite Anreise lässt sich durch einen Flug von Cebu City aus verkürzen. Das Preis-/Leistungsverhältnis finden wir sehr gut. Einziger Wermutstropfen: die steile Lage, deshalb am besten einen Bungalow weit unten buchen.

 

Unser Sinn steht nach relaxen, schnorcheln und wenig Arbeit …

Ganz ungewöhnlich für uns – wir schaffen es tatsächlich während unseres einwöchigen Aufenthaltes nur zum Strand und maximal in der Anlage zu unserem Bungalow – 35 Stufen hoch!! Einzige Ausnahme – Christian zeigt uns sein Projekt „Easyview Residences“ oberhalb des Resorts! Wo es doch so viele Fotomotive in der Umgebung gibt!! Aber nach den vielen Reisewochen genießen wir einfach den Müßiggang am Strand und im Meer!

Na ja fast! Uwe beschäftigt sich mit seiner neuen Mavic Pro 2 und startet zu ersten Jungfernflügen. Der Sunset und die schönen Strandmotive müssen natürlich festgehalten werden!

Reiseplanung

Außerdem müssen wir unsere Weiterreise organisieren. Wie erhofft, bekommen wir gute Tipps. Isabel und Fritz, erfahrene Taucher aus Bayern, mit denen wir auch einige nette Abende verbringen, empfehlen uns das Bituon Beach Resort auf Bohol – kein Strand, aber mit direktem Zugang zum wunderschönen Hausriff! Passt perfekt nach der Insel Siquijor, für die wir uns im Anschluss an Negros entschieden haben.
Nach reiflicher Überlegung, die immer mal wieder ins Wanken kommt, je nachdem, mit wem wir gerade sprechen oder was wir in Youtube sehen, entschließen wir uns dafür, lieber länger an einem Platz zu bleiben, als von Insel zu Insel zu hetzen oder sogar eine Woche in Nordluzon zu verbringen, um die Reisterrassen von Banaue zu besuchen.
Keine leichte Entscheidung, denn uns hätte noch so Vieles interessiert  –  Walhaie in Donsol, der Vulkan Mayon, Siargao, Palawan, Coron … Oslob mit den angefütterten Walhaien legen wir auch ad acta. Zu viele unterschiedliche Meinungen darüber und uns fehlt einfach schlichtweg die Zeit!

Nette und interessante Menschen treffen …

das ist ein Teil des Reisens, den wir besonders mögen! Unterwegs begegnen wir oft sehr aufgeschlossenen, freundlichen Leuten mit unterschiedlichster Vita – sehr spannend!

Obwohl wir bei einem vorwiegend „deutschsprachigen“ Tauchresort unsere Bedenken hatten, haben wir hier wunderbare Menschen getroffen – der sehr professionelle, geniale Fotograf Attila (ambvision.com) mit seiner netten Frau Marg aus Australien, unseren neuen Vorbildern in Sachen Foto und Video, obwohl er schon gegen die 70 geht – der supernette und auch tolle Hobbyfotograf Lionel aus der Schweiz –  Isabel und Fritz, die sympathischen Taucher aus Bayern – Hampi, der Freund unseres Friseurs sowie einige andere Hausbesitzer der Easyview Residence, die uns ihre Häuser gezeigt haben – um nur einige zu nennen!

Last not least – die wunderbar warmherzigen Philipinos! Selbst die Kinder am Strand grüßen nett, sprechen ein paar Worte und ziehen dann lachend weiter.  Sodass man sich als „erfahrener Reisender“ fast schämt, im ersten Moment in innerliche Abwehrhaltung gegangen zu sein, weil man bettelnde Kinder erwartet hat!

Easyview Residence

Christian hat zusammen mit zwei Partnern ein großes Stück Land oberhalb des Resorts erschlossen und verkauft auf Basis Erbbaurecht Grundstücke und Häuser. Er selbst und ein Partner haben auch Häuser dort. Die Gemeinschaftsanlage mit Pool, Clubhaus und Heli-Landeplatz (für Notfalltransporte ins Krankenhaus) sind fertig, einige Privathäuser in unterschiedlicher Größe schon bezogen. Viele verbringen hier die kalte Jahreszeit in Europa = gute Zeit auf den Philippinen.
Die Preise der Häuser + Grundstücke beginnen bei gut 100.000 EUR. Was wir gesehen haben, in sehr solider Bauweise. Personalkosten für Reinigung, Gartenarbeiten etc. sind gering, die Umlage für Bewachung und Gemeinschaftsanlage wird geringer, je mehr Parzellen verkauft sind.
Nach Sipalay ist es nicht weit, allerdings sind die nächst größeren Städte wie Bacolod oder Damaguete 3,5 Std. entfernt. Nach Cebu City kommt man mit San Juan Air zwei/dreimal mal in der Woche schnell per Flieger vom nahen Flugplatz in Sipalay.
Für uns nicht uninteressant – für einige Jahre. Deshalb planen wir, uns mal für einige Wochen hier einzumieten.

Hier geht es zu weiteren Infos: Easyview Residences

 

Abschied von Negros und Transfer zur Voodoo-Insel Siquijor

Nach der schönen Eingewöhnungsphase Philippinen im Easy Dive and Beach Resort, lassen wir uns zusammen mit einer jungen Familie aus Bremen, die sich unserem Transfer angeschlossen hat, mit einem Van nach Damaguete bringen. Dort wollen wir dann mit der Fähre nach Siquijor übersetzen. Der gemeinsame Transfer von wiederum 3,5 Stunden kostet so für uns nur noch die Hälfte; statt 80 € nur noch 40 € !

Wir sind sehr gespannt auf Siquijor! Die kleine Insel soll noch relativ ursprünglich sein und natürlich macht sie ihr Ruf als „Hexeninsel“ erst recht interessant!

Diese Website enthält Werbelinks/Affiliate (gekennzeichnet mit *).

Easy Diving and Beach Resort

Easy View Residences

Toskana Riff

2 Kommentare

  1. its

    Wieder ein Toller Artikel. Vielen Dank. Ich bin selber ja auch Drohnenpilot (Mavic Pro 1 + Mavic Air), auch in den Philippinen schon oft geflogen ud Videos davon auf You Tube ;). Vielleicht wäre Uwe ja an einem Austusch interessiert?
    Insbesondere, da wir beide Schweizer sind. Auch würde uns eventuell die Sache mit dem Hausbau interessieren. Könnt ihr uns da irgendwie zusammen bringen?
    LG, Urs

    Antworten
    • Andrea

      Hallo Urs, danke für deinen netten Kommentar! Wir sind zwar keine Schweizer (;-)), sondern aus Deutschland, aber freuen uns immer über regen Austausch! Weitere Infos zu deinen Fragen schicken wir auf deine Admin-Adresse deines Blogs. LG, Andrea

      Antworten

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