Samstag, 14. April 2018

Ein Blick nach draußen – Berge ziemlich frei! Die Wettervorhersage für Cathedral Peak gibt uns bis Nachmittag, bevor Wolken aufziehen sollen! Kurz nach 8 Uhr starten wir. Es ist nicht ganz so weit wie gestern zum Royal Natal NP, nur 45 Minuten Anfahrt.

Hammerpanorama!!!!

Die ersten Kilometer sind unspektakulär durch Farmland, vorbei an einer Wine Estate – ja so etwas gibt es hier auch, und durch „Waldplantagen“. Aber dann kommen wir höher und ein „hammermäßiges Panorama“ liegt vor uns! Weite Flusslandschaft, an den Hügeln ausufernde Dörfer und im Hintergrund das Massiv des Cathedral Peak. Allein dieser Anblick lohnt schon die Fahrt hierher! Leider gibt es wenig ungefährliche Haltemöglichkeiten an der „winding“ Road – das teilweise 2-3m hohe Gras beginnt direkt an der Fahrbahn! Nur ein wenig klarer könnte es sein!

Toll gekleidete Frauen

Der Knaller sind immer wieder die bunt gekleideten Frauen – Fotomotive ohne Ende! Allerdings trauen wir uns nicht so recht und fragen ist an der Straße schwierig! Auch für Stockfotograie auch untauglich – wer unterschreibt uns hier das Model Release (Erlaubnis zur Verwendung der Fotos).

Auf einer mit weißen Steinen umlegten Wiese am Hang oberhalb der Straße beobachten wir ganz in Weiß gekleidete Frauen und einen „Priester“ – was ist das? Zu schnell sind wir vorbei und  keine Möglichkeit zu drehen!

Unten im Tal überqueren wir den breiten Gebirgsfluss. Von der Brücke aus können wir Frauen beim Waschen beobachten. Bunte Tücher sind auf den Felsen zum Trocknen ausgebreitet. Im Winter bestimmt nicht spaßig!

Nationalpark

Am Gate zum Nationalpark müssen wir uns mit Autokennzeichen und Namen registrieren. Das gleiche auf einem anderen Brett nochmal, als wir unsere Wildcard zücken, die auch hier gilt.
Und dann rennt der Officer nochmal in seine Hütte, um ums einen Plan der Wanderwege zu bringen. Oberhalb ragen die schönen Hütten des Didima Camps auf und es gibt eine Parkmöglichkeit für Hiker!

Cathedral Peak Hotel

Wir sind diesmal schlauer und parken nicht am Hiker-Parkplatz! 2007 waren wir hier gestartet und mussten erst ein gutes Stück den Berg hoch, bevor die eigentlichen Hiking Trails auf dem Privatgelände des Cathedral Peak Hotels starten. Also 50 Rand am zweiten Gate als Besucher des Hotels berappen, von denen man bei Verzehr im Hotel aber 30 Rand angerechnet bekommt!

Das ehrwürdige Bergresort mit eigenem Golfplatz, Pferdeställen etc. liegt in toller Aussichtslage auf den Cathedral Peak. Anscheinend ist seit unserem ersten Besuch einiges renoviert worden. Ein deutsches Pärchen berichtet uns von schönen Zimmern, allerdings mäßigem Essen.

Wanderung zu den Doreen Falls

Auf dem Weg zu den Doreen Falls, diesen relativ kurzen Hike haben wir uns für heute ausgesucht, sehen wir eine Drohne fliegen! Da das Privatgelände ist, wohl kein Problem. Der „Drohnenpilot“ berichtet von tollem Flugpanorama heute morgen gegen 7 Uhr. Inzwischen sind nämlich die angekündigten Wolken schon näher gerückt. Wir laufen trotzdem den netten Weg und entdecken einen ganz bunten Grashüpfer und Buschböcke!

Schlange verpasst

Der Vater der Braut einer Hochzeitsgesellschaft – der Junior der Hotelbesitzer hat gestern hier geheiratet, meint, ob wir auch die Schlange gesehen hätten! Ganz „neidvoll“ blickt Uwe auf das Foto einer Bergadder, das er uns auf seinem Fotoapparat zeigt. Ich weniger, bin aber ab jetzt noch aufmerksamer, wo ich hinlaufe! Ungutes Gefühl, wenn man im hohen Gras herumstapft!!
Diese Art würde im Gegensatz zur Puffotter flüchten – wie tröstlich!

Die Hochzeitsgesellschaft läuft leider den gleichen Weg wie wir und so ist an den kleinen Fällen erstmal Halligalli. Ein kurzes Stück steil nach oben geht es noch zu den Albert Falls, die uns gut gefallen – mehr Kaskaden als Fälle!

Gewitterstimmung – gut für Fotos

Es wird duster und ein erstes Donnern ist zu vernehmen. Schade, wir wären gerne noch ein Stück gelaufen. Ein weiterer Wanderweg in die Schlucht zweigt hier ab, dem wir hätten folgen können. Aber nass werden, wollen wir auch nicht. Dafür werden wir mit tollen Ansichten auf sonnenbeschienen Hänge vor dunklem Himmel belohnt. Klasse Fotomotive!
Durch den vielen Regen die Tage vorher, stürzt sich an vielen Stellen Wasser in die Tiefe. Auch sonst harmlose Überquerungen von kleinen Bächen, werden schwieriger – Rock hopping mit evtl. nassen Füßen!

Wanderer so und so … perfekt ausgerüstet sind nur die Europäer

Auf der Terrasse des Hotels – wir bleiben bis auf ein paar harmlose Tröpfchen trocken, kurze Stärkung mit Waffeln und Sandwich! Lustige Gegensätze: elegant gekleidete Hochzeitsgäste mit Highheels (über Geschmack lässt sich streiten) mischen sich mit Wanderern.

Wobei uns auffällt – die Südafrikaner tragen zum Wandern und auch Safari bunte Sportkleidung und Turnschuhe. Sieht man gut ausgerüstete Hiker mit Funktionshemden/hosen und Trekkingschuhen, dann sind das bestimmt Europäer, insbesondere natürlich Deutsche in Jack Wolfskin, Schöffel, Lowa etc.! Uns nicht ausgenommen! Ich liebe diese unempfindliche Kleidung zum Reisen!

OK Markt versus Spar

Auf der Rückfahrt ziehen sich die Berge hinter uns endgültig zu. Kurzer Einkaufsstopp beim OK Markt – hier gehen viele Weiße einkaufen, im Gegensatz zum brandneu aussehenden Sparmarkt. Wir sehen beim Tanken nebenan kein einziges weißes Gesicht aus dem Laden kommen! Was auch auffällt: Werbung sieht man meistens nur noch mit Schwarzen oder Farbigen, im OK Markt nur mit weißen Gesichtern! Kommt uns vor wie die letzte Bastion im Städtchen!
Valita, unsere Gastgeberin, meint allerdings, dass es daran liegt, dass der Spar keine Aircondition hat und es merkwürdig nach Fleisch riecht! Mmmmhh …

Donner und Blitze – daheim auf der Terrasse! In der Ferne regnet es. Man kann hier weit schauen!

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