Eigentlich wollten wir zwei Monate in Deutschland verbringen!

Wir hatten Freunden versprochen, Haus, Tiere, Pflanzen … während ihrer längeren Abwesenheit zu hüten. Die Corona-Krise hat auch unsere Pläne, wie von so vielen Menschen, durcheinander gewirbelt. Unsere Freunde kehrten vorzeitig zurück. Als Trump einen Tag später die US-Grenzen dicht machte, buchten wir kurzentschlossen unseren Rückflug nach Thailand. Wir befürchteten einfach, für unbestimmte Zeit – Wochen, Monate … in Deutschland festzusitzen! So lange wollten und konnten wir unser Haus in Chiang Mai nicht unbeaufsichtigt lassen. Zudem waren zu diesem Zeitpunkt die Covid-19 Infektionsfälle in Thailand noch auf sehr niedrigem Stand.
Chiang Mai ist im Moment unsere Basis und hoffentlich in Zukunft wieder Ausgangspunkt für weitere Entdeckungstouren in Asien.

Zurück nach Chiang Mai

Die Einreise verlief in Bangkok zu diesem Zeitpunkt noch problemlos! Bei der Immigration-Prozedur mit Fingerabdrücken keine Spur von Desinfektionsmitteln und erst vor dem Weiterflug nach Chiang Mai wurde Fieber gemessen. 33,4 ° Grad wurden auf meiner Bordkarte festgehalten! 🙂

Es brennt rundum

Leider kommen wir zu einem nicht gerade günstigen Zeitpunkt nach Chiang Mai zurück. Die sogenannte „Burning Season“ in Nordthailand und den umliegenden Ländern sorgt im Moment oft für katastrophale Luftwerte! Satellitenbilder zeigen unzählige Brandherde, die für diese schlechten Werte verantwortlich sind. Die Lage Chiang Mais, umgeben von Bergketten, sorgt noch für eine Verschärfung der Situation.
Das Abrennen von Feldern und Unterholz im Wald sowie Brandrodungen sind hier kein neues Phänomen, aber hat in den letzen Jahren Ausmaße angenommen, die auch wir unterschätzt haben. Die Saison zieht sich nicht nur von März bis Mitte April, sie begann dieses Jahr schon Mitte Januar und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Dazu kommt dieses Jahr noch eine extreme Trockenheit, die die Wälder umso anfälliger für Waldbrände macht. Es wird für die bisher so aufstrebende Stadt Chiang Mai mit Schwerpunkt im Tourismus von existenzieller Bedeutung sein, dass man dieses Thema in den Griff bekommt. Bisher zeigen angedrohte Strafen für Leute, die Brände legen – von empfindlichen Bußgeldern bis zu Gefängnisstrafen, noch nicht die gewünschte Wirkung.

Covid-19 Krise

Zu dieser sowieso nicht rosigen Lage, kommt nun noch Covid-19 mit gravierenden Auswirkungen für die Bevölkerung. Der Tourismus, ein gewichtiges wirtschaftliches Standbein der Region, ist fast nicht mehr existent. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren oder sind indirekt davon betroffen. Der Kollateralschaden ist hier weitaus gravierender und schneller zu spüren, als das in reicheren Ländern der Fall sein wird.

Als Gäste in diesem Land versuchen wir natürlich, die bisher von der Regierung ausgerufenen Vorsichtsmaßnahmen und Regeln einzuhalten. Inwieweit das Tragen von Masken, der Aufruf möglichst zu Hause zu bleiben, Vermeidung sozialer Kontakte, Schließung von nicht existenziell relevanten Geschäften und Märkten, Beschränkungen der Restaurants auf Take away etc. Wirkung zeigen werden, bleibt abzuwarten.
Wir hoffen auch, dass die teilweise hohe Luftverschmutzung, mit der viele Menschen schon lange hier leben müssen, zu keiner höheren Anfälligkeit für schwere Krankheitsverläufe führen wird. Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen bisher glücklicherweise, dass die Krankheit für einen Großteil der Infizierten ungefährlich verläuft. Was keineswegs als Verharmlosung der Gefahr für Risikogruppen verstanden werden soll.

Natürlich verändert das auch unser Leben! Verglichen mit anderen, sind wir jedoch in einer sehr komfortablen Situation. Deshalb ist es uns auch wichtig, die Menschen um uns herum ein wenig zu unterstützen, wie z. B. die Restaurants um die Ecke mit Take away – Bestellungen. Im Blick behalten müssen wir auch unsere gebuchten Flüge – was ist noch auf dem Flugplan, was entfällt und wenn, wie werden die Kosten zurückerstattet.

Wir wünschen uns allen, dass diese Pandemie glimpflicher als bisher vorhergesagt vorübergehen wird. Aber auch, dass man möglichst bald Wege und neue Strategien findet, um eine Eskalation der sowieso schon schlimmen Wirtschaftssituation zu verhindern. Millionen Menschen bangen um ihre Existenzgrundlage, die Auswirkungen davon mag man sich gar nicht vorstellen!  In Thailand und auf der ganzen Welt!

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